Ceija Stoijka

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Ceija Stoijka

Beitrag von Lallaru Tschawu am Do Okt 10, 2013 6:16 am

Ceija Stojka war eine österreichische Schriftstellerin und Künstlerin. Sie gehörte den Lovara-Roma an, die besonders in Zentral und Osteuropa beheimatet sind, und überlebte als Kind drei nationalsozialistische Konzentrationslager.Als Kind wuchs sie in einer Familie auf, die als Pferdehändler durch Österreich reiste. Nachdem ihr Vater im KZ Dachau ermordet worden war, wurde der Rest der Familie in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau deportiert. 1944 wurde sie mit ihrer Mutter und Schwester nach Ravensbrück geschickt, wo Stojka in der Nähstube arbeiten musste. Kurz vor dem Ende des Krieges kamen alle drei nach Bergen-Belsen, wo sie befreit wurden. Von der Großfamilie, die etwa 200 Personen umfasste, überlebte nur sie mit ihren vier Schwestern und ihrer Mutter. Nach dem Krieg ließ sich Stojka in Wien nieder, wo sie bis zu ihrem Tod lebte.



1988 schrieb sie ihr erstes Buch Wir leben im Verborgenen und machte als eine der ersten auf das Schicksal ihres Volkes in den Konzentrationslagern und Vernichtungslagern aufmerksam. 1992 folgten mit dem Buch Reisende auf dieser Welt ihre Erinnerungen an die Zeit im Nachkriegsösterreich. 1989 fing sie nach einer Japanreise an, erste Bilder zu malen. Immer wiederkehrende Themen sind bunte Naturmotive, besonders der Roma vor dem Krieg, aber auch sehr düstere Darstellungen des Holocausts. Ausstellungen ihrer Werke waren am häufigsten in Deutschland und Österreich zu sehen, aber auch in anderen Ländern, wie z. B. Japan und Tschechien. 2003 erschien ihr Gedichtband Meine Wahl zu schreiben - ich kann es nicht.

Werke

   Wir leben im Verborgenen. Erinnerungen einer Rom-Zigeunerin (1988)
   Reisende auf dieser Welt (1992)
   Meine Wahl zu schreiben - ich kann es nicht Gedichte (2003)
   Me Diklem Suno (Audio-CD)
   Träume ich, dass ich lebe? Befreit aus Bergen-Belsen (2005)

Filmische Rezeption

   Ceija Stojka: Das Porträt einer Romni, 2001 (Regie: Karin Berger)
   Unter den Brettern hellgrünes Gras, 2005 (Regie: Karin Berger)

Lallaru Tschawu
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